Dieser Artikel von Mohamed A. El-Erian könnte durchaus zum Nachdenken anregen. Die Grundessenz ist, dass es durch die andauernde Krise zu einer Umordnung der globalen Wirtschaftsverhältnisse gekommen ist:
Die Schwellenländer sind in einer globalen Ökonomie auf Dauer im Wettbewerbs- und damit im Produktivitätsvorteil. Die "reichen" Ökonomien befinden sich demgegenüber in einem leerlaufenden Phantasma, das - koste es, was es wolle - aufrechterhalten werden muss, möchte man verhindern tatsächlich ins Leere zu fallen.
Das Wort "Imperialismus" klingt leider entweder nach doktrinärem Marxismus-Leninismus oder als hallte es vom 19. Jahrhundert nach, aber es gibt zu Beginn des 21. Jahrhunderts einen virtuellen Imperialismus (er kommt gänzlich ohne Seemacht aus!), der nach dem Niedergang des Fordismus den Wohlstand der reichen (Dienstleistungs- und Wissens-)Gesellschaften maßgeblich aufrechterhalten hat und sich nun seiner selbst nicht mehr sicher ist.
Um nun doch noch einmal Lenin zu bemühen: Der war sich sicher, dass der Imperialismus das Mittel war, gesellschaftliche Unruhen zu vermeiden. Der mit dem durch den Imperialismus akkumulierte Wohlstand sorgt für "erkaufte Arbeiter" und damit für den sozialen Frieden.
Mohamed El-Erian schreibt in seinem Artikel dass es seit dem Ausbruch der Krise so sei, als wäre die Welt gespiegelt, als wäre der Westen mit einem Mal das Spiegelbild der Schwellenländer. Nein nein, das kann man so nicht sagen: Die Welt war schon vorher gespiegelt. Aber nie war die Gefahr so groß, dass der Spiegel selbst zu Bruch geht. Man weiß noch nicht recht, welche Seite dann noch da sein wird.
"Auf einmal stand die Welt Kopf: die „reichen“ Länder bauten riesige Defizite auf und wurden in manchen Fällen vom Nettogläubiger zum Nettoschuldner, während „arme“ Länder riesige Überschüsse und enorme Bestände and Auslandsaktiva, einschließlich finanzieller Forderungen gegenüber westlichen Ökonomien, anhäuften."Das ist eine schön knapp gehaltene Analyse und zugleich die unbeabsichtigte Antwort darauf, warum wir es auch in Zukunft unterlassen werden, den Finanzsektor dauerhaft und maßgeblich zu schrumpfen.
Die Schwellenländer sind in einer globalen Ökonomie auf Dauer im Wettbewerbs- und damit im Produktivitätsvorteil. Die "reichen" Ökonomien befinden sich demgegenüber in einem leerlaufenden Phantasma, das - koste es, was es wolle - aufrechterhalten werden muss, möchte man verhindern tatsächlich ins Leere zu fallen.
Das Wort "Imperialismus" klingt leider entweder nach doktrinärem Marxismus-Leninismus oder als hallte es vom 19. Jahrhundert nach, aber es gibt zu Beginn des 21. Jahrhunderts einen virtuellen Imperialismus (er kommt gänzlich ohne Seemacht aus!), der nach dem Niedergang des Fordismus den Wohlstand der reichen (Dienstleistungs- und Wissens-)Gesellschaften maßgeblich aufrechterhalten hat und sich nun seiner selbst nicht mehr sicher ist.
Um nun doch noch einmal Lenin zu bemühen: Der war sich sicher, dass der Imperialismus das Mittel war, gesellschaftliche Unruhen zu vermeiden. Der mit dem durch den Imperialismus akkumulierte Wohlstand sorgt für "erkaufte Arbeiter" und damit für den sozialen Frieden.
Mohamed El-Erian schreibt in seinem Artikel dass es seit dem Ausbruch der Krise so sei, als wäre die Welt gespiegelt, als wäre der Westen mit einem Mal das Spiegelbild der Schwellenländer. Nein nein, das kann man so nicht sagen: Die Welt war schon vorher gespiegelt. Aber nie war die Gefahr so groß, dass der Spiegel selbst zu Bruch geht. Man weiß noch nicht recht, welche Seite dann noch da sein wird.
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